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  1. Kategorie Schaumstoffmatratzen
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Matratzen – was Sie beim Kauf beachten sollten

Eine 2011 in Südafrika entdeckte Matratze ist schätzungsweise vor 77.000 Jahren entstanden. Matratzen gab es also bereits vor den ersten Hochkulturen. Angefangen hatte es mit vermutlich eher unbequemen Konstruktionen aus Pflanzenfasern und Tierhäuten. Heute haben wir beim Matratzenkauf die Auswahl aus verschiedenen hochentwickelten Materialen. Vor allem drei Arten von Matratzen haben sich durchgesetzt: Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen und Latexmatratzen.

Latexmatratzen

Latex kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Flüssigkeit oder auch nass. Zwar enthält eine Latexmatratze keine Flüssigkeit, das Rohmaterial ist allerdings flüssig. Denn natürliches Latex wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes hergestellt. Inzwischen gibt es auch synthetischen Kautschuk, der aus Rohöl gewonnen wird. In heutigen Latexmatratzen kommt oftmals eine Mischung aus beidem zum Einsatz.

Im Vergleich zu anderen Matratzen-Arten sind Latexmatratzen eher schwer und nicht gerade günstig. Dafür zeichnen sie sich durch ihre weichen Liegeeigenschaften und ihre Stabilität aus. Sie werden außerdem als besonders hygienisch angepriesen, weil in den Matratzenkern selbst keine Feuchtigkeit eindringen kann. Latexmatratzen besitzen eine hohe Lebensdauer, vorausgesetzt, sie werden adäquat gepflegt.

Federkernmatratzen

Der Aufbau einer Federkernmatratze ist denkbar einfach: Im Inneren werden Stahlfedern verbaut, die von einer weichen Ummantelung, beispielsweise aus Schaumstoff, umschlossen werden. Es wird unterschieden zwischen dem Bonellfederkern, dem Taschenfederkern und dem Tonnentaschenfederkern. Bei Bonellfedern handelt es sich um einfache, taillierte Stahlfedern, die miteinander verbunden sind. Weil bei einer punktuellen Belastung dadurch auch alle umliegenden Federn belastet werden, sind diese Matratzen meist flächenelastisch. Es besteht die Gefahr, dass die Wirbelsäule durchhängt und nicht ihre natürliche Doppel-S-Krümmung beibehalten kann. Dies kann unter Umständen zu Rückenschmerzen führen.

Taschenfederkerne sind jeweils in einer kleinen Stofftasche eingenäht. Diese Federtaschen werden zusammengenäht, sodass eine durchgehende Fläche entsteht. Weil die Federn durch die Taschen zusammengehalten werden und nicht einzeln miteinander verbunden sind, neigen Taschenfederkernmatratzen dazu, punktelastisch zu sein. Sehr ähnlich sind Tonnentaschenfederkernmatratzen aufgebaut, allerdings unterscheiden sich die Federn durch ihre bauchige Form. Dadurch lassen sie sich leichter eindrücken, was die Matratze weicher macht.

Alle Federkernmatratzen sollten auf einem starren Lattenrost verwendet werden, da sie sich nicht biegen lassen. Durch die Luftzirkulation im Federkern werden diese Matratzen oft Menschen empfohlen, die viel schwitzen. Für die tatsächlichen Klimaeigenschaften kommt es jedoch auch darauf an, welche Materialien über dem Federkern verwendet werden und wie dick die Ummantelung des Federkerns ist.

Kaltschaummatratzen

Als Kaltschaummatratzen werden diverse Matratzen aus unterschiedlichen Schaumstoffen bezeichnet. Die bekanntesten Arten sind Matratzen aus Viscoschaum, Gelschaum, Formschaum und PU- oder PUR-Schaum (Polyurethanschaum). Sie alle haben gemeinsam, dass sie eher wärmend als kühlend und überwiegend punktelastisch sind. Personen, denen nachts schnell kalt wird, sind mit einer Kaltschaummatratze also gut beraten. Auch eignen sich die Matratzen gut für die Verwendung mit einem verstellbaren Lattenrost, bei dem das Fuß- oder Kopfteil angehoben werden kann.

Flächenelastizität vs. Punktelastizität

Mit den Wörtern punktelastisch und flächenelastisch wird beschrieben, wie die Matratze reagiert, wenn sie belastet wird. In den meisten Fällen sind punktelastische Matratzen zu bevorzugen. Punktelastisch heißt, die Matratze gibt ausschließlich an der Stelle nach, an der sie belastet wird. Stellt man auf der einen Betthälfte ein Glas Wasser ab und es legt sich jemand auf die andere Seite, sollte bei einer sehr punktelastischen Matratze das Glas stehen bleiben.

Bei einer flächenelastischen Matratze wäre das nicht möglich, denn hier gibt auch der Bereich um den Belastungspunkt großflächig nach. Das macht sich in einem Doppelbett bemerkbar, wenn sich der eine nachts umdreht und der andere wach wird, weil sich ein Großteil der Matratze mitbewegt. Auch auf einer Single-Matratze kann ein flächenelastisches Modell zu Problemen führen. Nämlich dann, wenn der sogenannte Hängematteneffekt eintritt und die Wirbelsäule durchhängt.

Den richtigen Härtegrad finden

Die Wahl des Härtegrades hängt in erster Linie vom persönlichen Empfinden ab – Gewicht und Körperform spielen eine untergeordnete Rolle. Zur Vorauswahl kann das Gewicht als grobe Orientierung genutzt werden. Leichtere Personen tendieren zu weicheren, schwerere Personen zu festeren Matratzen. Wer jedoch leicht ist und gerne fest liegt, sollte trotz des Gewichts eine festere Matratze in Erwägung ziehen. Immerhin gibt es verschiedene Abstufungen, auch unter den festen Matratzen.

Der Härtegrad von Matratzen wird mit H1 bis H5 angegeben. H1 ist „sehr weich“, H2 „weich“, H3 „mittelfest“, H4 „fest“ und H5 „sehr fest“. Am beliebtesten in Deutschland ist der Härtegrad H3 mittelfest.

Matratzengrößen

Das Standardformat für Matratzen und die in Deutschland beliebteste Größe ist 90x200 cm. Denn nicht nur die meisten Einzelbettgestelle haben diese Maße, auch viele Doppelbetten werden mit zwei einzelnen 90x200-Matratzen ausgestattet. Vorteil der zwei Matratzen in einem Doppelbett ist, dass jeder seinen eigenen Härtegrad auswählen kann. Wer eine Besucherritze vermeiden möchte, sollte allerdings zu einer durchgehenden Matratze greifen.

Single-Matratzen

Für Singles, die Platz sparen möchten, ist eine Matratze mit 80 cm Breite ideal. Alle anderen dürften Matratzen ab dem Format 90x200 cm bevorzugen. Mehr Komfort bieten Matratzen mit einer Breite von 100 oder 120 cm.

Matratzen für zwei

Auch wenn das sogenannte französische Bett mit 140 cm Breite eigentlich ein Doppelbett ist, wird es häufig von Singles mit gelegentlichem Besuch oder mit erhöhtem Platzbedürfnis genutzt. Wird es zu zweit genutzt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine gewisse Nähe zum Partner nicht zu vermeiden ist. Etwas komfortabler für zwei sind 160 cm Breite oder die Queen-Size genannte Größe mit 180 cm Breite. Als King-Size wird eine Breite von 200 cm bezeichnet.